Enia Lipanga und Edinise Nassone ǀ Utopien für Mosambik

Shownotes

`Was verstehst du unter „Utopie“? Diese und weitere Fragen rund um Hoffnungsthemen und Zukunftsvisionen für Mosambik stellten wir Enia Lipanga und Edinise Nassone.

Enia Lipanga ist Schriftstellerin und soziale Aktivistin. Sie „schreibt für Frauen, die ungehorsam sind, um im Kampf zu bestehen.“ Edinise Nassone ist ebenfalls soziale Aktivistin und arbeitete als Journalistin.

Wir lauschen den Gedanken der zwei Mosambikanerinnen im Gespräch für unseren Podcast.



Interview & Produktion: Stélio Guibunda
Audioproduktion: Tabea Behnisch

Förderung: Das Projekt wird gefördert von Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeri-um für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.



Der KoordinierungsKreis Mosambik e. V. (KKM) bildet eine Brücke für den Austausch zwischen Mosambik und Deutschland. Das Ziel ist ein lebendiger und gleichberechtigter Dialog.

Besucht den KKM hier:
Website | Instagram | Facebook | YouTube | Podigee | Spotify | Soundcloud

Transkript anzeigen

00:00:01:

00:00:13: Herzlich Willkommen zum Podcast Aluta Continua, der Mozambik-Podcast des Koordinierungskreis Mozambiks.

00:00:20: Mein Name ist Lisa und ich bin Geschäftsführung des Vereins.

00:00:23: Ich freue mich total, dass du heute zuhörst!

00:00:26: Wir machen Informations- und Bildungsarbeit zur Mozambique in Deutschland und setzen uns für eine gerechtere Weltgesellschaft ein.

00:00:32: Mit unserem Podcast möchten wir Stimmen aus Mozambika nach Deutschland holen – zu aktuellen Themen aber auch in Bezug zu uns hier in Deutschland und im globalen Kontext.

00:00:42: Heute werdet ihr einem Gespräch

00:00:44: zwischen Edenis- und Enya-Lauschen, die gemeinsam über Autopien für Ihr Land Musambik sprechen.

00:00:50: Es ist ein klassisches Interview wie sonst, sondern ein Austausch zwischen Freundinnen, Aktivistinnen und Träumerinnen – schweckt also mit ihnen ihren Überlegungen für Musambiq!

00:01:01: Das Gespräch wurde gefilmt von Stelio Gebunder.

00:01:03: Vielen Dank dafür schon an dieser Stelle.

00:01:06: Viele Plattformen, auf denen unser Podcast verfügbar ist haben eine Kommentar- und Bewertungsfunktion.

00:01:12: Wenn du magst würden wir uns über deine Meinung freuen!

00:01:15: Nun aber wünsche ich euch ganz viel Freude beim Zuhören.

00:01:28: Hallo zusammen.

00:01:29: Ich bin Enya Lipanga Schriftstellerin und Sozialaktivistin.

00:01:34: Ich bin hier in einem Gespräch mit einer ganz besonderen Person, die sich gleich vorstellen wird.

00:01:47: Hallo!

00:01:48: Mein Name ist Denise Nassone.

00:01:50: ich bin eine junge Musamikanerin und mache viele verschiedene Dinge.

00:01:54: Ich bin eine Träumerin ein Mädchen das an ein besseres Land für uns alle glaubt

00:02:03: Und wo wir gerade schon von einem besseren Land sprechen, heute möchten wir über Utopien für Musambik

00:02:07: sprechen.

00:02:09: Und ich möchte dieses Gespräch mit einer einleitenden Frage beginnen.

00:02:12: Ihr Denise?

00:02:13: Was

00:02:13: kommt dir in den Sinn wenn nur dem Begriff Utopian wirst?

00:02:21: Okay!

00:02:22: Um diese Frage zu beantworten, muss ich ins Jahr zwei Tausendsechzehn zurückgehen.

00:02:26: Damals war ich dreinzwanzig Jahre alt und ich erinnere mich, dass sich eine Reise nach Schockwür in der Provinz Gaza unternommen habe.

00:02:34: Dort lernte ich ein Mädchen namens Sonja kennen.

00:02:37: Sonja war zufällig genauso alt wie ich damals, dreiundzwanziger Jahre.

00:02:41: Und sie war mit ihrem vierten Kind schwanger.

00:02:43: Abgesehen davon, dass sie mit ihrem vierten Kind schwanger war, erzählte sie uns in dem Gespräch, das meine Kollegen und ich mit ihr führten.

00:02:51: Dass sie die Grundschule nicht abgeschlossen hatte.

00:02:53: Wow!

00:02:54: Und dass sie einem Ehemann hatte der sich zu dieser Zeit in Südafrika aufhielt.

00:02:59: Als ich mir diese Situation an sah, hatte ich gemischte Gefühle.

00:03:04: Sagen wir es so zunächst war ich traurig ein Mädchen wie mich zu sehen aus demselben Land, in dem ich lebe.

00:03:10: Aber in einer Realität die so weit von meiner entfernt ist und gleichzeitig wurde mir bewusst, wie privilegiert ich bin.

00:03:18: Also war ich glücklich!

00:03:19: In dem Sinne das sich begriff dass ich in einem Land wie Mozambik eine privilegierte Frau bin.

00:03:24: Ich bin eine privilegierte Frau weil ich die Möglichkeit hatte zur Schule zu gehen Und eine allgemeine Ausbildung zu absolvieren.

00:03:32: Ich kann mein eigenes Einkommen verdienen.

00:03:38: Und mir wurde klar, dass das bei Sonja nicht der Fall war.

00:03:41: Sonja hat mir also bewusst gemacht, dass ich diese Utopie verfolge eines Tages zu sehen wie Frauen und junge Menschen Träume haben können.

00:03:50: Wir glauben immer, dass alle Menschen das Recht haben zu träumen aber Träime sind sehr stark von der Realität geprägt in der wir uns befinden.

00:03:58: Und ich glaube, dass ein Mädchen wie Sonja Träume, die denen eines Mädchens entsprechen das im Stadtzentrum lebt und weiß dass es studieren könnte.

00:04:08: Dass es Mutter werden könnte aber nicht so früh sondern wann es möchte.

00:04:12: Und diese Utopie geht noch weiter weil mir bewusst ist dass ihre Kinder diesen Kreislauf sicherlich fortsetzen werden vor allem den Mädchen Denn sie leben an einem Ort an dem Mädchen früh heiraten An dem Mädchan früh erwachsen werden An dem Mädchen die Schule abbrechen und dadurch ihre Chancen auf eine bessere wirtschaftliche Zukunft einschränken.

00:04:33: Meine Utopie ist es also, eines Tages nach Mosaibik blicken zu können und so sehen dass alle Mädchen die Möglichkeit haben zur Schule zu gehen.

00:04:48: Wow!

00:04:49: Und dann gibt's noch etwas das aus diesem Unterschied zwischen den Lebensrealitäten resultiert nämlich der Mangel an Vorbildern.

00:04:57: Du wächst in einer Realität auf, in der Mädchen nur bis zur achten Klasse oder bis zur sechsten Klasse zu Schule gehen und niemanden kennen, der eine höhere Schulbildung genossen hat.

00:05:06: Genau!

00:05:07: Diese Fortsetzung des Kreislaufs – wie du es nennst?

00:05:13: Ja das ist real.

00:05:14: diese Frage der Fortsetzungen des Kreislaufs, der Mangel an Vorbildern aber auch dass unsere Träume blockiert werden oder sich auf das beschränken was wir sehen können.

00:05:24: Wenn wir ein Mädchen oder einen Jungen aus einem städtischen Zentrum fragen, was er werden möchte, wird er uns antworten dass er Arzt oder Architekt werden möchte.

00:05:33: Aber wenn man in die ländlichen Gebiete geht und das habe ich in den Provinzen Nampula, Sambesia und auch Cabo Delgado gesehen ändert sich der Traum.

00:05:42: Viele wollen Krankenpfleger werden, wollen Polizisten werden weil das ist was sie sehen!

00:05:48: Man wird in einer ländlich gegen kaum jemandem finden der sagt er wolle Astronaut werden.

00:05:53: Die Person weiß nicht, was das ist.

00:05:55: Sie kennt diese Realität nicht!

00:05:58: Und wie du schon sagst gibt es dort keine Vorbilder vor allem für die Mädchen.

00:06:03: Es gibt keine Enia zu der sie aufschauen und sagen Schau mal morgen will ich so sein wie Enia.

00:06:09: Ich will studieren um so zu sein als Enia Aber auch das Umfeld in dem sie leben schränkt sie sehr ein Denn werden sie in einem Umfeld aufwachsen, indem es für ein Mädchen normal ist mit vierzehn zu heiraten.

00:06:21: Mit vierzehnt schwanger zu werden.

00:06:23: Wird dieses Mädchen kaum von etwas anderem träumen als dem was die Gesellschaft für sie vorgesehen hat?

00:06:29: Meine Utopie ist also eine Welt mit mehr Träumen für uns alle.

00:06:34: Falken über die Söhne!

00:06:40: Wenn wir über solche

00:06:47: Söhnen reden, denken wir um eine kleine Esperanzung.

00:06:52: Denken wir um

00:06:59: bessere Sorgen.

00:07:04: Oh Gott, diese Frage ist... Sie ist kompliziert und komplex.

00:07:10: Aber zunächst würde ich sagen, dass es keine Hoffnung gibt weil wir gerade eine Phase des Erwachens durchleben aber auch eine Zeit in der viele Menschen vor allem junge Menschen sehr frustriert sind.

00:07:21: wenn ich jedoch auf die letzten Jahre zurückblicke insbesondere im Zusammenhalt mit den Demonstrationen und den Nachwahlkampagnen stelle ich fest das es zwar viele junge Menschen gibt die orientierungslos sind.

00:07:36: Es gibt keinen Ort, an den ich gehe.

00:07:38: An dem nicht junge Menschen über Verbesserung ihres Lebens sprechen.

00:07:42: Diese Frustration ist also da aber es gibt auch einer Wache bei der sie ihre eigenen Rechte einfordern.

00:07:48: Es gibt hier viele Menschen die gar nicht wissen dass sie überhaupt Rechte haben und diese Rechte werden überhaupt nicht respektiert.

00:07:55: Und wenn wir uns in Frauen zu wenden sieht die Lage noch schlimmer aus.

00:07:59: Die Organisation Adir kämpft bereits gegen ein Thema, das mit Menschenrechtsverletzung zu tun hat.

00:08:05: Das in unserer Kultur jedoch nicht als solche angesehen

00:08:08: wird.".

00:08:09: Ich spreche von sexueller Gewalt in der Ehe und für viele Menschen hier in Mosambik glauben viele dass es in der ehe keine sexuelle gewalt gibt weil die norm existiert die diese ganze situation versturscht.

00:08:23: ich habe also auch große hoffnung auf eine zukunft in der wir unsere rechte kennen Aber auch träumen können, wie du gesagt hast.

00:08:30: Dass wir andere Lebensrealitäten haben Zugang zu Bildung haben Denn wenn man vor allem Mädchen nicht ausbildet werden wir weiterhin diese Nationen haben in der es für Frauen sehr schwer ist sich zu behaupten.

00:08:44: Und tatsächlich sind Gesellschaften nicht mehr auf Frauen ausgerichtet Leute.

00:08:48: Es ist sehr real.

00:08:50: Ich habe gerade einen Artikel gelesen indem es darum ging Indem gefragt wurde warum Baumaterialien so schwer sind.

00:08:56: Das ist die Denkweise einer Gesellschaft, die nicht davon ausgeht dass eine Frau Bauarbeiterin werden und einen Sack Zement tragen

00:09:03: kann.

00:09:04: Und es wäre möglich wenn der Sack weniger wiegen würde.

00:09:07: dann wäre es möglich.

00:09:09: Die Gesellschaft ist nur nicht darauf ausgelegt das Frauenpositionen einnehmen können.

00:09:14: Es gibt auf diese Argumentation ach da sie das nicht schaffen ist das kein Bereich für sich Und ich träume sehr von einer Zukunft, in der die Menschen besser ausgebildet sind.

00:09:24: In der sie mehr lernen und vor allem in der sie Menschen empathisch für den anderen haben.

00:09:28: Und diesen anderen nicht als Mann oder Frau betrachten sondern einfach als Menschen.

00:09:47: Ich glaube was hier fehlt ist dass wir zu sehr zwischen dem Mann und dem Frau sein hin- und hergerissen sind.

00:09:54: Und wir vergessen, dass wir im Grunde alle Menschen

00:09:56: sind.".

00:09:57: Es ist also ein Bewusstseinzwandel der für uns und die Zukunft der nächsten Generation wichtig

00:10:02: ist.

00:10:03: Okay!

00:10:04: Kommen wir nun zu etwas Anderem das wir jetzt machen werden.

00:10:08: Wir haben hier die Zettelchen.

00:10:16: Das ist fast wie eine Tokosane Oder ein Tinchollo.

00:10:20: Es ist eher ein Tincholo als ein Tokusana,

00:10:24: ja!

00:10:25: Also hier gibt es ein paar Dinge... eine Muschel-Deutung.

00:10:29: Ja, Tincholos sind Muscheln für diejenigen, die es nicht wissen.

00:10:34: Als würden wir hier schon Muschelen mit unseren Papieren lesen.

00:10:39: Also was meinst du?

00:10:40: Soll ich anfangen oder willst du lieber einnehmen?

00:10:43: Ich möchte, dass du anfängst.

00:10:45: Ich

00:10:45: mag solche erdtraditionellen Sachen sehr

00:10:47: gerne!

00:10:48: Also suche ich eins

00:10:49: aus.

00:10:50: Okay...

00:10:51: Ich lese vor was da steht.

00:10:53: Okay, da ist eine Frage und die Frage lautet ... Was hat dieser Begriff Utopien mit meiner Utopie für Musambik zu tun?

00:11:02: Also Musambi ist mein Land Und ich denke oft das dieses Land mir gehört Denn dieses Land gehört mir wirklich.

00:11:10: Viele Menschen verlieren die Hoffnung in Mozambique und verlassen das Land schließlich bei der ersten Gelegenheit, die sich ihnen bietet.

00:11:16: Aber dieses Land hier erst gehört uns!

00:11:19: Und dass es uns gehört bedeutet, dass wir das Recht haben Räume zu beanspruchen – und übrigens auch das Recht zu wandern, zu kommen und zu gehen.

00:11:27: Das ist ein Recht, das so aussieht als ob es existiere aber es existiert in Wirklichkeit

00:11:31: nicht.

00:11:32: Okay ich gebe dir dieses Beispiel Die Männer wenn sie das Haus verlassen um auf der Straße joggen zu gehen müssen sie nicht groß nachdenken Aber die Frauen müssen sich fragen, was sie anziehen können.

00:11:43: Welche Straße sie nehmen können, wo es beleuchtet ist wie oft ihnen Männer begegnen könnten und so weiter und so fort.

00:11:51: Deshalb denke ich viel über ein besseres Mozambik nach gerade weil es ein Mozambique ist das mir gehört.

00:11:56: Ich weiß nicht ob du viel davon träumst aber es ist ein Land dass uns gehört.

00:12:01: wir sind hier geboren dieses land gehört uns Und wir verdienen einen besseren

00:12:08: Mozambikum.

00:12:15: Ich glaube nicht, dass du zu viel träumst.

00:12:17: Wenn wir uns die Bedeutung des Satzes oder hier leben, sondern weil wir an das Land und an die Dinge glauben.

00:12:41: An die Menschen, die es hier gibt!

00:12:43: Es ist eine Utopie.

00:12:44: Ja, es ist ein Utopia.

00:12:47: Komm, lass uns mal schauen was für uns beim nächsten herauskommt?

00:12:50: Wie willst du's machen?

00:12:51: soll ich vorlesen?

00:12:52: Das ist besser.

00:12:53: Es ist bereits gewöffelt.

00:12:54: Die Würfel sind gefallen.

00:12:57: Die Fragen sind komplexe.

00:12:59: Was sind eure ersten Gedanken wenn ihr den Begriff Utopia hört.

00:13:03: Ich denke ich komme auf die erste Antwort zurück die ich mir selbst gegeben habe.

00:13:08: Der Name sagt es schon, Utopie ist ein Traum der fast unerreichbar scheint.

00:13:13: Wenn nicht also an Utopia denke, denke ich daran!

00:13:17: Ich denke an Träume und an Realitäten, die ein wenig weit entfernt sind von unserem Leben – von unserer Sichtweise.

00:13:24: Aber dennoch glaube ich weiterhin daran dass sich eines Tages vielleicht in hundert Jahren, vielleicht wenn ich nicht mehr hier sein werde anders ist.

00:13:33: Es kommt vor das kann passieren.

00:13:36: Wer weiß, vielleicht sind die jungen Menschen in Mosambik eines Tages?

00:13:39: In ein paar Jahren träumerischer.

00:13:42: Glauben mehr an ihr Land, kämpfen mehr für ihr Land und verstehen dass niemand für uns kämpfen wird.

00:13:49: Niemand wird für uns ein besseres Mosambick aufbauen.

00:13:52: Deshalb habe ich diese Utopie das wir viel träumen Groß träumen und davon träumen unser Land zu sehen Das land von dem wir träumen.

00:14:01: um es noch einmal zu sagen

00:14:03: Das ist poetisch.

00:14:05: Das ist poetisch.

00:14:11: Wenn du an Mozambik denkst, an was für ein Land denkst du dann?

00:14:15: Für deine Kinder?

00:14:20: Ich denke an einen Land in dem sie die Freiheit haben zu kommen und zu gehen – wie Du gesagt hast!

00:14:26: In dem Sie die Möglichkeiten haben zu studieren und zu wissen dass sie morgen unseren Lebensunterhalt mit dem verdienen können wovon sie träumen mit den Früchten und ihrer Arbeit.

00:14:36: Ich stelle mir ein Land vor, in dem die jungen Menschen nicht so frustriert sind wie sie gefühlt derzeit sind sondern indem Sie daran glauben dass es mehr Chancen als Herausforderung gibt.

00:14:47: Und heute befinden wir uns noch in einer Realität in der es mehr Herausforderungen gibt als Chancenen.

00:14:53: Wenn ich also an Utopiedenke denke ich an Träume!

00:14:56: Ich bin eine große Träumerin.

00:14:59: Du hast mich auf den Traum meiner Tochter aufmerksam gemacht Auf den Traumen von Dadwa.

00:15:05: Meine Tochter ist jetzt elf Jahre alt

00:15:07: und einmal

00:15:07: kam sie von der Schule nach Hause und sagte,

00:15:10: Mama

00:15:10: ich muss eine Schule bauen.

00:15:12: Wow mit elf Jahren!

00:15:14: Und ich fragte sie

00:15:16: warum?

00:15:16: Und sie sagte Ich möchte alles wovon ich für meine Schulteräume an einem Ort zusammenbringen wo die Kinder gerne zur Schule gehen und dort essen können.

00:15:25: Wir sagten okay lass uns noch ein bisschen zuhören.

00:15:29: Sie sagte uns Mama Ich möchte ein Ort haben, an dem die Kinder schönen Toiletten in der Schule haben.

00:15:35: Denn wenn ich zur Schule gehe, muss ich meinen Pipi zurückhalten bis ich wieder zu Hause bin!

00:15:42: Also werde ich diese Utopie mit dem Ideal aus dem Traum meiner Tochter Dattwa verbinden und ich denke viel über meine Kämpfe nach

00:15:50: als soziale Aktivistin –

00:15:51: Überkämpfe, die damit verbunden sind den Menschen Wege zu ebnen, damit sie vorankommen.

00:15:56: Wahrscheinlich wird Datwa wachsen, ohne dass wir diese ideale Schule erbaut haben.

00:16:02: Aber sehr wahrscheinlich wird meine Enkelin eine würdige Schule haben können.

00:16:07: Das hängt sehr stark mit dem zusammen was du darüber gesagt hast das wir Musambik in diesem Fall nicht aufgeben dürfen

00:16:15: und dass wir heute damit beginnen müssen die Zukunft aufzubauen.

00:16:19: wenn wir in Hundert Jahren ein besseres musambik wollen beginnt dieser Aufbau heute.

00:16:23: Er wird nicht erst im zwanzig oder dreißig jahren beginnen.

00:16:27: Wir müssen anfangen, die Steine zu bearbeiten.

00:16:29: Die Steine herbeizuschaffen und mit dem Bau einer Burg zu beginnen.

00:16:34: Wenn wir auf Fotos ein wunderschönes Schloss sehen Denn wir haben ja kein Schloss in Mosambik Sehen wir ein gewaltiges Bauwerk Und denken es sei im Hand umdrehen.

00:16:44: fertig Aber das braucht Zeit!

00:16:46: Wir sind also noch dabei die Steinen herbeitzuschaffen Und dann folgt der Prozess Mit dem Bau eines Schlosses zu Beginn.

00:16:53: aber ich glaube immer noch an den Traum dass wir es schaffen werden.

00:16:58: Schauen wir uns die nächsten Fragen an.

00:17:07: Die Frage ist, was sie empfindet?

00:17:09: Für mich ist das sehr komplex!

00:17:12: Es gibt Tage, an denen ich sehr hoffnungsvoll bin.

00:17:15: Ich fache auf und sage Mein Gott dieses Land hier geht in eine Richtung es wird klappen Aber es gibt Tage, an denen ich denke, dass sie sich nicht lohnt.

00:17:24: Es gibt einen Ausdruck, den wir verwenden.

00:17:27: Oborakus stand manchmal im Beischu.

00:17:29: Das Loch ist doch tief!

00:17:32: Es gibt Tage in denen ich Nachrichten lese und mir sage, dass das Loch tatsächlich noch tiefer ist.

00:17:39: Aber tief in meinem Inneren habe auch Hoffnung.

00:17:42: Was meine Gefühle angeht, ist es all so Hoffnung... Und ich habe auch sehr stark das Gefühl, dass wir uns weiterentwickeln.

00:17:49: Weißt du?

00:17:50: Ein kleines bisschen wachsen wir!

00:17:51: Wir entwickeln uns weiter... Unsere Kinder sind bewusster als es unsere Eltern und Großeltern waren.

00:17:58: Ich stamm aus einer Familie in der meine Großmutter nicht zur Schule gegangen ist.

00:18:02: Meine Mutter wurde dann aber zu Schule geschickt Aber dann hat mein Vater sie gebeten mit der Arbeit aufzukommen.

00:18:08: Sie hat aufgehört zu arbeiten.

00:18:09: Und dennoch bin ich heute hier und kann arbeiten.

00:18:12: Ich kann den Beruf wählen, der nicht möchte!

00:18:14: Ich kann reisen wohin ich möchte... ...und das ändert sich gerade.

00:18:19: Natürlich wächst auch Datwa heran und hat dieses Vorbild von ihrer Urgroßmutter, ihrer Großmutter und ihrer Mutter.

00:18:26: und was empfindest

00:18:27: du,

00:18:28: Edynies?

00:18:29: Ich bin eine große Träumerin.

00:18:30: Also zwinge ich mich dazu vor allem Hoffnung zu empfinden und daran zu glauben, dass wir eines Tages dort ankommen werden.

00:18:38: Auch um mich nicht zu frustrieren!

00:18:40: Ich wache jeden Tag mit dem Gefühl auf das wir es schaffen werden.

00:18:44: Mir ist sehr bewusst, dass es nicht so schnell geht wie es in dem Sprichwort heißt.

00:18:48: eine Reise von hundert Kilometern beginnt mit einem Schritt.

00:18:51: Genau

00:18:53: also machen wir jetzt schon den ersten Schritt und beginnen die Hundert Kilometer Reise.

00:18:57: Oft habe ich das Gefühl, dass wir in Mozambik – was die Hoffnung angeht — ganz allgemein die Hoffnungen haben, in vielerlei Hinsicht ein besseres Land zu wollen.

00:19:05: Wir vergessen jetzt schon, was heute passiert und nicht passiert.

00:19:09: Nein, gar nicht!

00:19:11: Und wenn wir das schon erkannt haben vielleicht aufgrund der durchschnittlichen Lebenserwartung in Mozumbik dann denken wir, wenn wir jemanden von fünfzig Jahren sehen, dass diese Person schon heilig ist eine erwachsene alte Person.

00:19:24: aber wenn du mal darüber nachdenkst Wir sind ein relativ junges Land.

00:19:28: Ja, wir

00:19:28: sind sehr

00:19:29: jung!

00:19:30: Unser Big ist vor fünfzehn Jahren unabhängig geworden aber davon gab es zehn Jahre einen Krieg.

00:19:35: Es gab Zerstörung.

00:19:36: Also sind wir noch dabei aufzubauen.

00:19:39: Wir sind vierunddreißig Jahre alt.

00:19:41: Wir hatten auch andere Konflikte.

00:19:43: Ja wir hatten auch anderen Konflikte.

00:19:45: Wir haben andere Konfikte.

00:19:47: also wir sind noch sehr jung.

00:19:49: Wir reden hier von Anfang dreißig.

00:19:51: Das ist so ungefähr unser Alter.

00:19:54: Also manchmal schaue ich mich an Anfang

00:19:56: dreißig

00:19:56: und ich bin auch verwirrt.

00:19:58: Nein, Ich finde ich bin noch sehr jung Aber dann sagen die Menschen nein du bist schon erwachsen.

00:20:04: also es ist einfach verwirrend aber für mich heißt das zu verstehen dass wir es schaffen werden aber Wir müssen es langsam angehen lassen.

00:20:11: Ja Wir müssen uns vorstellen wie es ist ein Baum zu pflanzen.

00:20:16: Es

00:20:16: gibt Bäume von denen wir profitieren Von ihrem Schatten ihren Früchten vielleicht.

00:20:21: ich glaube Wir waren nicht die Menschen, die die Bäume gepflanzt haben.

00:20:24: Ja ganz sicher nicht!

00:20:26: Es waren unsere Großeltern – unsere Urgroßeltern, die sie gepflanzen

00:20:30: haben.

00:20:30: Genau.

00:20:31: Also mit diesem Gefühl werden wir die Samen zurücklassen.

00:20:34: Wir werden den Samen gießen.

00:20:36: Wir werde nichts selbst von seinen Früchten profitieren.

00:20:40: Aber wir müssen das tun für die Zukunft.

00:20:43: Ein gutes Gespräch, nicht wahr?

00:20:44: Das könnte endlos weitergehen.

00:20:46: Wir haben nur inne gehalten als ich Fragen sah.

00:20:51: Jetzt bin ich dran

00:20:51: oder?!

00:20:52: Oder bist du dran?

00:20:53: Egal.

00:20:54: Wir haben nur noch zwei Fragen, aber es ist ein sehr gutes Gespräch!

00:20:58: Wir sind große Träume.

00:21:00: Was fehlt euch dabei noch?

00:21:02: Was fehlt noch um unsere Utopien zu erreichen?

00:21:04: Unsere Utopie...

00:21:06: Also reden wir über die Dinge.

00:21:08: Das sind coole Dinge.

00:21:09: Ja das sind verrückte Sachen.

00:21:11: Es fehlt noch viel.

00:21:12: was fehlt?

00:21:13: Es fehlt uns daran dass wir's nicht eilig haben Die Früchte unserer Träime zu ernten.

00:21:18: Es fehlt daran Dass wir lernen ein bisschen wie Bauern zu sein.

00:21:22: Ich habe neulich einen Podcast darüber gesehen, dem es heißt dass ein Bauer wenn er Samen sieht nicht einfach da steht und wartet.

00:21:29: Ist das schon gewachsen?

00:21:30: Ist der meist schon

00:21:31: weniger ungeduld oder?

00:21:33: Weniger ungedult genau!

00:21:35: Er geht hin, er gießt, er jettet Unkraut, erwartet, er pflanzt an einer anderen Stelle.

00:21:42: Und wenn es Zeit ist, dass sie spriest,

00:21:44: sprießt es

00:21:45: aber er bleibt nicht untätig.

00:21:49: Das ist also etwas, das mir fehlt.

00:21:54: Und es fehlt vor allem uns jungen Menschen zu verstehen, dass es die Jugend ist, die ein Land verändert.

00:21:59: Mhm!

00:21:59: Sommersnalsch,

00:22:05: da um Parames zu durmieren, ne?

00:22:06: Sommursnalssch...

00:22:14: Wir hören wir aufzuschlafen.

00:22:16: Wir sind es ja schon.

00:22:18: Das gilt für die Geschichte jedes Landes jeder Nationen

00:22:49: Genau.

00:22:50: Ich sehe oft, wie sich Menschen zum Beispiel über die Arbeitslosigkeit in Mozambik beschweren.

00:22:55: Das ist eine Realität, die wir erleben.

00:22:58: Eine Realität auf der ganzen Welt!

00:23:01: Und sie betrifft vor allem die jungen Menschen in Ländern wie Mozambika.

00:23:04: und ich schaue mir das an und sage Ja es mangelt an Arbeitsplätzen aber es mangeln nicht an Arbeit.

00:23:11: Was kannst du als junger Mensch?

00:23:12: Kannst du nähen?

00:23:13: Es wird eine Frau kommen, die mit dir eine Kapulana näht.

00:23:16: Ja...

00:23:17: Kannst Du schreiben?

00:23:19: In deinem Viertel gibt es vielleicht Kinder, die noch nicht richtig lesen und schreiben können.

00:23:23: Was hält dich davon ab diesen Kindern zu erklären was sie dort in ihrem Schreibheften machen sollen?

00:23:28: Nicht wahr?

00:23:29: In diesen schöne Buchstaben zu schreiben!

00:23:32: Wir müssen also eine Jugend sein, die obwohl sie von Problemen umgeben ist anfangs mehr über Lösungen als über Probleme nachzudenken.

00:23:40: Ich denke wir Musamikaner sind als Jugendliche immer noch sehr auf die Herausforderung fixiert und schauen nicht.

00:23:45: Es sind eben auch auch sehr viele.

00:23:47: Es sind viele.

00:23:49: Stell dir das mal vor, ein Regentag in Maputo!

00:23:52: Wie viele Menschen sehe ich da Regenschirme verkaufen?

00:23:54: Neulich habe ich mich gefragt, woher all diese Regenschirmem kommen wenn es regnet...

00:23:59: An einem regnerischen Tag!

00:24:00: ...an einem regnärischen Tag.

00:24:02: Aber wenn es nicht regnet gehst du nicht

00:24:04: raus.

00:24:06: Wenn es nicht legnet musst du extra wegen des Regenschims rausgehen.

00:24:09: an einem regnarischen tag taucht eine ganze Menge Leute auf.

00:24:13: Die Gelegenheiten nicht wahr?

00:24:15: Das sind die Gelegenheit.

00:24:17: Ja Wo es regnet, wer kann dort Regenschirme verkaufen?

00:24:20: Ja.

00:24:21: Es geht also darum zu schauen was ich mit dem, was ich kann in der Realität, in der ich mich befinde tun kann um mir selbst und anderen zu helfen.

00:24:30: Das fehlt mir nicht.

00:24:32: Wir versuchen zu erkennen welche Chancen uns diese bestehenden Herausforderungen bieten können.

00:24:37: Wow!

00:24:38: Genau Jetzt nur noch nachdenken.

00:24:41: Ich habe das getan.

00:24:42: Ich bin immer am reflektieren darüber.

00:24:44: Wer unsere Fragen aufgeschrieben hat, mag sehr tiefgründige Begriffe.

00:24:48: Genau so ist es!

00:24:50: Die letzte Frage ist auch sehr tief gründig.

00:24:52: Man fragt uns was wir mit Utopien verbinden?

00:24:55: Ich werde versuchen darauf zu antworten.

00:24:57: also ich verwende Utopen mit Träumen.

00:25:00: Ich glaube das ist ein bisschen abgedroschen aber man kann sich Utopen ja nicht vorstellen ohne Anträume zu denken oder wie wir schon gesagt haben und ich verbinde Utopen Mit einer Welt, in denen wir Räume einnehmen können.

00:25:15: Wir, ich spreche von uns Frauen – da ich selbst eine Frau bin!

00:25:18: In einer Welt wo es für uns junge Menschen nicht so qualvoll ist.

00:25:24: Podemos simsonjar, podemos sim, criar soluções, mas muitas vezes nós nos deparamos numa situacion de naum termos o anzol

00:25:33: para buscar.

00:25:35: Wir können zwar Lösungen entwickeln, aber oft stehen wir vor der Situation, dass wir keinen Haken haben an dem wir uns festhalten können.

00:25:45: Ja das stimmt!

00:25:46: Und du?

00:25:52: Manchmal brauchen wir jemanden, der uns sagt ihr seid fähig.

00:25:56: Oft wollen wir beispielsweise Angeln gehen um Fische zu fangen.

00:26:00: Aber es fehlt uns alleine Angel und so ist es auch mit Mozambik.

00:26:05: Uns fehlen die Tools, damit wir unser Mozambik nicht aufgeben.

00:26:09: Wir dürfen nicht auf geben!

00:26:11: Meine Mutter sagte immer etwas sehr Interessantes, denn in den letzten Jahren gab es eine große Abwanderungswelle aus Mozambique nicht wahr?

00:26:18: Einige Menschen mit gewissen wirtschaftlichen Mitteln und innerhalb eines sozialen Umfeldes, das ihnen das ermöglicht – Tatdies, während andere jeden Tag uns überleben können….

00:26:28: Nur, um aus Maputo wegzukommen oder aus...

00:26:31: Aus dem tiefsten Hinterland in einer Provinz-Hobstadt zu kommen.

00:26:34: Das ist ein Traum!

00:26:35: Stell dir vor, Musambik zu verlassen?

00:26:37: Ja.

00:26:38: Aber meine Mutter sagt immer jemand muss bleiben.

00:26:40: Das

00:26:40: is hart.

00:26:41: Ja aber jemand muss wirklich bleiben.

00:26:44: Jemand muss bleiben.

00:26:46: Ob die, die draußen sind, die ihre Träume gefolgt sind nicht darüber nachdenken wie Musambic sein wird wenn sie zurückkommen?

00:26:53: Na ja, wie Musamik sein wird, wenn Sie zurückkommen hängt von uns ab, die wir hierbleiben.

00:26:58: Also muss jemand bleiben.

00:27:00: Ja, jemand muss wirklich bleiben!

00:27:02: Denk also daran das jemand bleiben muss.

00:27:04: Wir sind die, die bis dahin geblieben sind.

00:27:07: Also denke ich dass sich auch darüber nachdenke wenn ich an die frage denke wir müssen ein dieses land glauben.

00:27:14: wir müssen dann uns glauben als junge menschen.

00:27:17: wir müssen einen uns glauben Als Frauen.

00:27:20: Es wird schon irgendwann so kommen dass jemand kommt der uns eine angel mit köder zuwirft und die werden diese nutzen.

00:27:27: Aber es wird sicher auch Zeiten geben, in denen wir Angel und Köder für andere bereitstellen müssen.

00:27:32: Ja das gibt's auch!

00:27:34: Die Inspirationen sind oft – wie selbst?

00:27:37: Zum inspirieren zum schaffen und zum träumen.

00:27:41: Ich glaube also dass wir diesen Raum auch einnehmen müssen.

00:27:44: Wir dürfen nicht nur darauf warten, dass Menschen von außen uns als Vorbilder sehen Sondern vielleicht dienen wir selber als Vorbilder für andere Menschen Wie dienen als Angel für diesen jungen Menschen, der bereits die Hoffnung verloren hat.

00:27:57: Der nicht weiß was er tun soll oder der noch nicht aufgewacht ist?

00:28:01: Wir sagen ihm Nein du hast viele Fähigkeiten Du bist fähig!

00:28:06: Du bist ein starker Mensch!

00:28:07: Du hast viele Talente.

00:28:09: Vielleicht sagt ihr das niemand.

00:28:11: Für jede Frau die Aufgehörter zu träumen Die in einer Realität lebt In der das Leben immer denselben Weg nimmt Den selben Ablauf für alle Frauen.

00:28:22: Du wirst geboren, du wächst auf nach der ersten Menstruation.

00:28:26: Wächst?

00:28:27: Nein!

00:28:28: Du wißt erwachsen.

00:28:30: Nach der ersten Periode so um die sieben acht gehst du zur Schule.

00:28:34: Danach kommst du Kinder.

00:28:35: Ein

00:28:36: Ehemann

00:28:37: Ja, Ehemmann

00:28:38: Verlässt diesen...

00:28:39: Manchmal verlässt er ehemann auch dich.

00:28:42: Man erkrankt, kommt sisten Ich weiß nicht was noch alles.

00:28:46: Manchmal muss also jemand sagen dass deine Realität Anlass aussehen kann.

00:28:51: Das fängt bei uns an.

00:28:53: Ich habe eine Mutter, die aus einer Zeit stammt in der die Leute früh Kinder bekamen und in der sie nicht so viel studierten.

00:29:00: Aber sie hat den Standard gebrochen.

00:29:02: Deshalb bin ich heute hier und spreche

00:29:04: zu dir.

00:29:05: Auch meine Schwester wird so zu dir sprechen.

00:29:08: Meine Töchter werden sicherlich denselben Weg einschlagen.

00:29:11: Dort muss man das Muster durchbrechen.

00:29:14: Dann ist vielleicht gerade die Person, die nichts sieht und nicht hört mit dem Musterbericht.

00:29:18: Diejenige, die die Utopien für andere näher an die Realität rückt Denn jemand muss dorthin gehen Und sie wird gehen Diesen Prozess der Entdeckung durchlaufen.

00:29:29: Mir ist gerade eingefallen als du gesprochen hast Dass du von deiner Mutter erzählt hast dass ich einmal bei einem Zentrum hier ganz in der Nähe ein Mädchen gefragt habe wovon sie träumt.

00:29:41: Ich träume davon, dass ein Mann mich in der Gegend bemerkt und das ich heirate.

00:29:46: Und oft verstehen die Leute nicht warum wir jeden Tag hier sind und über die Menschenrechte der Frauen sprechen.

00:29:52: Es scheint sogar so als würde es die Männer stören wenn wir anfangen über den Menschenrechten der Frauen zu sprechen.

00:30:02: Ich

00:30:26: dachte, das passiert vielleicht, weil man den Kern der Botschaft nicht versteht.

00:30:30: Denn wenn es zum Beispiel eine Frau studiert und dadurch bessere Arbeitsmöglichkeiten bekommt, kommt das nicht nur ihr selbst zu Gute!

00:30:37: Männer werden von Frauen geboren.

00:30:39: Wenn also eine Frau ein besseres Einkommen erzählt, bedeutet das ein bessheres Einkommen für sie?

00:30:44: Für die Kinder und ihre Familie – insgesamt auch für den Ehemann!

00:30:49: Wenn wir in diesem Sinne denken und nicht nur den Nutzen für die Frau sehen sondern auch den Nutzend für uns als Menschen dann werden wir verstehen warum es diesen Kampf gibt.

00:30:58: Ich habe schon an solchen Orten gearbeitet und wusste dass als der Ehemmann starb Die Frau nichts mehr hatte.

00:31:04: Sie stand völlig mit leeren Händen da.

00:31:06: Die Familie des Mannes nahm ihr absolut alles weg.

00:31:09: Die Frau geriet in eine Situation, in der sie an einem Tag etwas zu essen hatte und am nächsten nichts mehr.

00:31:16: Und wie soll man in diesem Szenarien Utopien denken?

00:31:19: Also frage ich diese Frau die vielleicht die Studium abgebrochen hat sei es aus Gründenhörer Gewalt, aus eigener Entscheidung aufgrund der Zwänge ihres Umfelds oder wegen des Drucks und deren Mann stirbt so dass sie nicht mehr in der Lage ist ihre Kinder zu versorgen?

00:31:35: Verdiert sie das nur für sich selbst?

00:31:38: Nein, es geht nicht nur um Sie sondern um die Kinder.

00:31:41: Die Kinder, die Mädchen und Jungen.

00:31:44: Wenn wir also über diese Menschenrechtsfragen aus der Gender-Perspektive sprechen müssen wir den Männern verständlich machen dass eine Frau wenn sie studiert, wenn sie ein Einkommen erzielt, dies nicht nur für dich selbst tut.

00:31:56: Es gibt diesen Satz, der besagt Wenn wir eine Frau ausbilden bild'n wir die Nation aus Und wir wissen, dass Frauen eher für die Kehrarbeit zuständig sind.

00:32:06: Vor allem für Kinder.

00:32:07: Was erwarten wir also?

00:32:08: Was mit einer Frau passiert, der in der siebten Klasse die Schule abricht?

00:32:13: Welche Art von Beschäftigung und Arbeit wird sich finden?

00:32:16: Was für ein Leben werden ihre Kinder, ihre Töchter, die sie hat führen?

00:32:20: Ich habe dir von einer Frau erzählt, die das Zimmer eines Sohnes putzte dessen Vater in Südafrika lebte.

00:32:27: Viele solcher Geschichten gibt es von Bergarbeitern, der oft nur einmal im Jahr nach Mozambik kommen.

00:32:32: Wie ernähren sich diese Kinder das ganze Jahr über?

00:32:35: Wer bezahlt die Kleidung, die diese Kinder tragen?

00:32:37: Denn je niedriger das Bildungsniveau ist, desto prekierer werden die Jobs sein, die die zuständige Frau bekommt.

00:32:44: Eine Frau zur Schule zu schicken, eine Frau arbeiten zu lassen bedeutet also nicht, nur an ihren eigenen Vorteil zu denken.

00:32:50: Wir sprechen hier noch in familiären Bereich.

00:32:53: Für meines wirtschaftlich betrachtet sind das andere Dinge.

00:32:56: Das ist es, worüber wir nachdenken müssen.

00:32:59: Und nicht nur darauf zu schauen dass diese Frauen bereits mit dem Thema Ehefrau gleich Frau angefangen haben – das ist ein Grund dafür!

00:33:06: Wir sprechen über Utopien, Träume, Ziele die erreichbar oder unerreichbar sind.

00:33:12: Eine meiner Utopiehen ist es den ganzen Tag hier zu bleiben mich unterhalten zu können Die Zeit

00:33:18: zu vergessen

00:33:18: und weiter in diesem tiefgründigen Gespräch zu schwelgen.

00:33:22: Aber wie es so ist, ist das was gut ist meist von kurzer Dauer.

00:33:26: Deshalb müssen wir nun zum Ende kommen.

00:33:28: Wir sind am Ende angelangt!

00:33:30: Wir danken euch allen, die uns bei diesen... Ich werde nicht Podcast sagen, ich werde nur Gesprächsagen damit es etwas...

00:33:37: Ja, das ist wirklich mein Gespräch.

00:33:39: In diesem Gespräch über Träume, über Utopien, über Mozambik dass wir aufbauen wollen aber wir haben eine Dichterin zu Gast.

00:33:47: Wir können hier nicht mit einer Dichterin sitzen ohne Gedichte zu hören, ohne ein Gedicht zu hören.

00:33:53: also in ja Gib uns etwas von deiner Kunst, das vielleicht mit dem Thema zu tun hat.

00:33:57: Über das wir hier gesprochen haben.

00:34:00: Wir wollen deine schöne Stimme

00:34:01: hören.".

00:34:02: Danke, Denise!

00:34:04: Ich muss kurz nachschauen.

00:34:05: Ich glaube ich sehe hier einen Text den ich sehr mag... der Demokratie heißt.

00:34:11: Lass mich ihn nur kurz auf den Bildschirm bringen und ich fange an zu lesen.

00:34:51: Demokratie, wie soll ich deinen Namen ertragen?

00:34:54: Wenn die Hand, die dein Versprechen schreibt nie das gelebt hat was sie verschwendet.

00:35:00: Hat sie jemals

00:35:01: das Gewicht gespürt dass mich bedrängt?

00:35:37: Demokratie, wenn der Hunger hier nach Reichtum einiger bestimmt und das Wein überall ist.

00:35:43: Du sprichst von Gleichheit, doch dein Gesicht spiegelt Privilegien wieder.

00:35:48: Du wirst Schatten um abends nur wenige während du uns die Sonne der Ungerechtigkeit lässt.

00:35:53: Hast du nicht von Freiheit gesprochen?

00:35:56: Wenn sie hier fesseln trägt, gefangen in Gesetzen, die nur den befreien, der sich leisten

00:36:01: kann!

00:36:01: die

00:36:03: dich proklammst, wie das dreamt von den Menschen.

00:36:11: Aber hier in der Demokratie drücken ist es gefährlich und die Träume derjenigen, die vorhanden sind, werden geblieben oder getrunken in seltenen Städte.

00:36:28: Ich denke auf einen Krimi, um ein Suizid zu questionieren, um eine authentische Sehenszeit zu verkürzen.

00:36:40: Und sobald ich mehr als eine Maske bin, ...mais que os teus discursos prontos, nommis venjas, falar

00:36:53: Demokracia.".

00:36:55: Demokratie.

00:36:56: Wie soll ich dir sagen?

00:36:57: Dass die Gerechtigkeit immer auf dieselbe Seite neigt!

00:37:01: Du, die du dich als Traum des Volks proklamierst... aber hier Demokratie ist.

00:37:06: Träume gefährlich und die Träumen derer Die klar denken, werden ausgelöscht, erschossen oder in Schlüssellose Käfige gesperrt.

00:37:14: Ist es ein Verbrechen einen Selbstmord zu hinterfragen?

00:37:16: Einen authentischen Urteil zu widersprechen?

00:37:19: und solange du nicht mehr bist als eine gutgetannte Maske, mehr als deine vorgefertigten Reden?

00:37:25: Sprich nicht zu mir Demokratie!

00:37:47: So ein tolles Gespräch, voll mit Metaphern hatten wir noch nie.

00:37:51: Was denkst du?

00:37:53: Was sind deine Träume für deine Zukunft?

00:37:56: Was wäre deine Utopie?

00:37:58: Oft denken wir sehr negativ über die Welt nach – kein Wunder bei diesen multiplen Krisen, die uns jeden Tag begegnen!

00:38:04: Das macht das Denken an Utopien aber umso wichtiger weil Hoffnung den Grundstein für eine bessere Zukunft legt.

00:38:10: Ich hoffe dass Enia und Edenis der Grund gegeben haben zu träumen.

00:38:15: Wenn du magst, kommentier doch unter diesem Podcast und teile deinen Utopien mit uns.

00:38:19: Wir freuen uns, dass du diese Folge gehört hast!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.